Evakuierung

Machen sich auf den Weg. Die Frachter der Allianz.

Die letzten Tage und Wochen waren nicht einfach gewesen. Der Feind, den man total unterschätzt hatte, rückte immer weiter auf unsere Sternensysteme vor. Das erste System stand kurz vor dem Fall. Die Lage, die man anfänglich als lästig empfunden hatte, war mittlerweile einer mittelschweren Katastrophe gewichen. Neo hatte sich am Abend zuvor übel betrunken und ist voll wie ein Minmatar Bauer in seine Koje gewankt. Nachdem er auf der Suche nach seiner Pritsche ein mal über den Tisch und das Sofa gestolpert war, fand er schließlich seine Schlafstätte. Er fiel angezogen darauf und schlief sofort ein.

Das nervende piepen seines Kommunikators riss Neo aus einem traumlosen Schlaf. Sein Kopf hämmerte und darin dröhnte es, als würde eine Supercapital Flotte das Gefecht von M-O darin nachstellen. Er wälzte sich auf seiner Pritsche und fingerte im Dunkeln nach dem Injektor mir dem Ibuprofen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er ihn zwischen leeren Bierdosen und Zigarrenstummeln auf dem Tisch fand. Stöhnend setzte er sich den Injektor an den Hals und drückte den Knopf. Heiß und schmerzend floß die Flüssigkeit in seinen Körper. Es dauerte nur Sekunden bis das Mittel wirkte und sämtliche Schmerzimpulse auf dem Weg zum Hirn an den Nervenbahnen seiner Halswirbelsäule blockiert.

Neo öffnete das zweite Auge und stöhnte. Der Gescmack in seinem Mund war unbeschreiblich. Als hätte er eine tote Katze über Nacht auf seiner Zunge beherrbergt. Sein Atem roch nicht besser. Er war ziemlich im Arsch und er wusste das.

Das Piepen hörte auf, als Neo sich mit seinem Dauemnabdruck identifizierte. Es war eine Nachricht von Gus Garlic, dem CEO der Razor Allianz. Die Evakuierung aus Oasa wurde befohlen. Alle Sprungfrachter-Besatzungen wurden angewiesen ein bestimmtes LowSec-System anzugsteuern und die beweglichen Güter aller Corps dort hin zu befördern. Für Capital-Piloten würde es separate Move-OPs geben.

Neo starrte mit offendem Mund auf das flimmernde Display. Kurze Zeit vergaß er seinen Monströsen Kater. Er laß die Zeilen immer und immer wieder. Es war also soweit. Der Gegner war nicht mehr aufzuhalten. Sie mussten also den Rückzug antreten. Insgeheim hatte er es bereits vermutet. Doch wie alle anderen hatte er auf ein Wunder in der letzten Sekunde gehofft. War es wirklich so, dass die DCU von einer Horde wilder aus einem Wurmloch bezwungen worden war? Eigentlich galten DRF und DCU als „Too big to fail“. Wie konnte das sein?

Egal was Neo sich auch ausdachte. Die Fakten standen auf seinem Kommunikator. Nun galt es, die notwendigen Schritte einzuleiten. Es war an der Zeit zu evakuieren. Neo hatte viel zu tun und er machte sich sofort an die Arbeit. Es gab viel zu tun.

2 Kommentare

    • torjanus on 16. April 2018 at 0:08
    • Antworten

    wünsch euch viel glück und das nicht zuviel zurückbleibt, kleiner tip, schaut euch auch mal an was rausportiert werden soll, mitspieler haben da ne ganz unterschiedliche einstellung, wert vs volumen 😉

    1. Die Schweinchen haben ihren Stall schon abgeschraubt und in den LowSec gebracht. Nun schauen wir, ob wir Kollegen helfen können. Alles in allem ist die Lage sehr niedergeschlagen. Zumindest Razor hat alles gegeben, um Widerstand zu leisten. Es hat aber nicht gereicht. Reddit zu lesen, ist zur Zeit kein Zuckerschlecken, für einen Razor Piloten. Mal schauen, wohin uns die Solaren Winde treiben werden.

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