Irre Sektierer in Kothe

Bedroht von irren Sektierern. Die EIS-Miner in Kothe.

Kothe. Seit eh und je ist dieses Sternensystem die HighSec-Heimat der Schweine im Weltall GmbH. Doran Jameson ankerte dort unsere erste Astrahus Zitadelle. Unser wöchentliches Event, die „Noob-Fleet“ fand dort immer statt, wenn wir gemeinsam mit den neuen Spielern eine Mining-Flotte gestartet hatten.

Es gibt immer noch einen großen Anteil an Schweine-Piloten, die in Kothe ab und an die Füße hoch legen, sich in den lokalen Eisgürtel stellen und sich eine Auszeit vom 0.0 Leben nehmen.

Kothe ist ein verschlafenes kleines Nest. Da passiert nicht viel und die Locals kennen sich alle. Deswegen fallen Fremde auch recht schnell auf.

So kam es dann, dass vor einigen Monden eine Allianz namens „Spectrum Alliance“ im, Local auftauchte und die ersten Strukturen unter Feuer nahm. Das ganze startete, während die Schweine alle auf dem Schweinecamp 2018 herum hingen. Uns erreichten berichte von dutzenden Catalysts, die wie Munition benutzt wurden, um eine Struktur nach der anderen anzugehen.

Ein Blick auf zKillboard verriet uns schnell, dass die Truppe anscheinend in und um Kador herum Strukturen wahllos in den Reinforce ballerte. Zuerste konnten wir uns bzgl. des Motivs der Allianz keinen Reim auf die Sache machen. Arbeitete man im Auftrag von jemandem, der Kothe für sich selbst haben wollte? Oder hatte man einfach Lust auf Structure-Warfare? Wir wussten es nicht.

Interessant ist, dass diese Typen anscheinend das Roleplay sehr ernst nehmen. Während ihrer Angriffe faseln sie etwas von „Honor the great one“ oder „The great one sent us“. Auch die BIOs der Piloten sind dem Thema angelehnt. Wir hatten es also mit einem Haufen irrer Sektierer zu tun, die anscheinend etwas gegen Strukturen haben.

Was uns auffiel war, dass man der Razor Alliance den Krieg nicht erfklärt hatte. Alle angegangenen Ziele gehörten kleineren Corps oder Allianzen. Da dämmerte es uns. Razor gingen sie nicht an, weil wir eine Nummer zu groß für sie sind. Spectrum bringt insgesamt 168 Mann auf die Waage. Allein die Schweine stehen mit 150 Piloten dagegen. Razor Piloten, die man pingen könnte, nicht mit einberechnet.

Mir selbst ist der HighSec mittlerweile echt egal. Die total versaute Kriegsmechanik hat mir das Leben dort total vermiest. Im 0.0 weiß man wenigstens wer Freund oder Feind ist. Ab und an tummeln sich aber immer noch mal ein paar Schweinchen dort im Eisgürtel und je nach dem veranstalten wir immer mal eine Noob-Fleet in Kothe.

Bislang hat man uns in Ruhe gelassen. Schlechter sieht es für unsere Nachbarn aus. Deren Strukturen stehen meist im finalen Timer. Wir beobachten die Lage weiter. Entsprechendes Kriegsgerät wurde schon an strategisch wichtige Punkte gelegt. Wir sind vorbereitet.

Can i bring my Steak?

Nice System We take it. Die Schweinebande auf dem ersten Schweinecamp.

Dass Spieler einer Corp sich auch im Real Life treffen ist eher die Ausnahme. Es gibt aber diverse Corps und auch Allianzen, die sich mindestens ein mal im Jahr irgendwo treffen, um die Sau raus zu lassen. Ich hatte meine ersten Corptreffen damals mit der EMSI. Ich organisierte die ersten beiden „Summer Gatecamps“ und hatte diesbezüglich damit schon etwas Erfahrung.

Ein Corptreffen muss gut organisiert sein. Vor allem muss es frühzeitig angekündigt werden. Ich wählte den Zeitpunkt für das Treffen bereits im Winter 2017 und schwor die Schweine über nicht enden wollende Ingame-Mails, Blogbeiträge und Foren-Posts darauf ein, dass sie sich am ersten Wochenende im August gefälligst nichts vornehmen sollen.

Du weißt, dass Du am Wochenende mit EVE Nerds herum hängen wirst, wenn…

Am 03.08.2018 war es dann soweit. Schon einen Abend zuvor haben Memphis Vaille von ZET und die Zukünftige Frau Neovenator sich in die Captains Yacht (BMW 220d mit M Ausstattung) genommen und sind per Free Burn ins schöne Vöhl gefahren, um die CEO POS schon mal zu ankern. Ich selbst konnte erst am Folgetag mit meinem Interceptor (VW Scirocco 1.4 TSI) von Bonn aus nachkommen.

Tschuldigung. Hammse vielleicht ein paar EVE Nerds gesehen?

Als ich auf dem Schweinecamp eintraf, fand ich erst das Camp nicht. Und das trotz einer Fahne. Unser Bastl Wastl (der Schraubär) sammelte mich dann orientierungslos in einem Kreisverkehr auf dem Campingplatz ein. Kaum war ich gedockt, drückte mir Panasius Ishandor auch schon den ersten Hopfenblütentee in die Hand. Frau Neovenator bestand, dass ich mich aus der Langen Hose und dem längärmeligen Hemd in eine dem CEO einer Corp angemessenerem Gewand zeige. Die Wahl fiel auf Shorts, ein Muskelshirt und Badeschlappen. So optisch auch als CEO der Schweine für alle Kenntlich stolzierte ich mit meinem Hopfensmoothie über die geankerten POS-Module und inspizierte die Technik vor Ort.

Bei der Arbeit. Der Corp-Grillator „Py vanPyro“

Neben einer durchlaufgekühlten Zapfanlage und deren Backup-Zapfanlage (kein Scheiß. Wir hatten zwei), stand unser Chief of Beef-Logistics „Py vanPyro“ auch schon an seinem Smoker und bereitete neben exzellentem Pulled Pork auch noch Bauchfleisch vor. Mir knurrte bei dem Anblick extrem der Magen und der Speichelfluss wurde auch langsam zu einem ernsten Problem.

Die zukünftige Frau Neovenator hatte extra für das Treffen eine schicke neue Fortizar geankert. Bislang hatten wir immer nur in Astrahus Zitadellen (Iglu Zelte) genächtigt. In der Fortizar war Platz für eine großes Aufblas-Bett und unseren krempel. Im Foyer stand sogar eine Art Schrank. Es fehlte nur noch die Fußmatte und der Briefkasten mit der Aufschrift „Die Neovenatorsens“, dann hätte ich mich wie zuhaus gefühlt.

Ausgeliehen aus dem Star Wars Universum: Mein PVP-Schiff für den Badesee.

Dass ich am kommenden Samstag die richtige Frau heirate, wusste ich, als ich sah, dass sie mir einen aufblasbaren X-Wing Fighter für den Badesee gekauft hatte. Mit viel Liebe hatte sie sich um alles gekümmert. Ich kam quasi in ein gemachtes Nest.

Dragoon Caredaan traf pünktlich zum Essen ein und hatte zur Überraschung den passenden aufblasbaren Sternenzerstörer dabei. Nach dem Essen und über das ganze Wochenende haben wir mit den beiden Dingern diverse Bomb-Runs und PVP Attacken durchgeführt. Ich konnte  den langsamen Sternenzerstörer prima kiten, fiel aber dann einem Cloaky Angriff (er kam getarnt mit Schnorchel und unter der Wasserlinie) von Py vanPyro zum Opfer. Kurz nach dieser Kampfhandlung verlor der X-Wing dann Druck auf einem der Wings. Kurz danach versagte auch der zeite Wing und dann dekomprimierte die Hauptzelle. Ich ging glorios unter. Den Rest des Samstags musste ich dann mit einem aufblasbaren Glas Bier schwimmen gehen. Das hatte mir meine Frau als Backup gekauft. Hatte ich schon gesagt, dass ich sie liebe? Sie ist einfach herrlich und denkt an alles.

Zapfanlage mitsamt Backup-Zapfanlage und zwei Kaffeemaschinen. Was will Mann(n) mehr?

Wir verbrachten das gesamte Wochenende damit, zu fachsimpeln, Bier zu vernichten und einfach eine gute Zeit miteinander zu haben. Ich habe mich sehr gefreut, dass fast alle, die zugesagt hatten, auch erschienen sind. Wir waren zu Spitzenzeiten etwas über 20 Personen, die insgesamt 120 Liter Bier und ich glaube acht Kilo Fleisch verputzt haben. Diverse Würstchen, Nakor Fubars Nudelsalat nicht mit einberechnet.

Schwer in Struktur geschossen kam ich am Sonntag zuhause an und dockte den Interceptor. Kaum in meiner Butze angekommen, fiel ich auf das Bett und somit erst mal in ein tiefes Koma. Das Wochenende war zwar der krasse Shit, aber Schlaf bekommt man auf einem Schweinecamp eben nicht viel. Das liegt daran, dass man auf dem Campingplatz viele feiernde Nachbarn hat, die zum Teil echt ätzende Malle-Mucke laufen haben. Allein die Songs „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda“ und „Beate die Harte“ schallen mir jetzt noch auf Dauerschleife im Kopf. Sie werden nur von der Tuba der Blasmusik unterbrochen, mit der einer der Partyfreaks  morgens den gesamten Platz beschallt hat.

Das Fazit
Es war phantastisch. Alle haben sich wunderbar verstanden. Es gab keine Grüppchenbildung und alle waren gut drauf. Da hat uns unser Corp-Rekruteur „Wuschelchen Vyvorant“ eine klasse Truppe zusammenrekrutiert. Jeder hat sich eingebracht. Alle haben was gemacht. Der einzige Idiot, der blöd rumgestanden ist, war ich. Irgendwas muss der CEO eben auch können. Ich kann zum Beispiel prima im Weg stehen. Nein, es war weltklasse und ich freue mich jetzt schon auf das Schweinecamp 2019. Ich danke allen, die dabei waren und das Wochenende zu einem echt geilen Erlebnis gemacht haben. Ihr seid die Besten.

Halligallidrecksauparty

Hauen am ersten August-Wochenende auf die Kacke. Die Schweine.

Die Ferkel quieken schon vergnügt und die Säue grunzen es von den Dächern. Am ersten August-Wochenende treffen sich die Schweine im Weltall zu ersten mal im Real-Life. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und alle sind ziemlich wild darauf, ein Wochenende mit Gleichgeschwachsinnten an einem Badesee im schönen Vöhl bei Kassel am Edersee zu verbringen.

Etwa 20 Piloten haben sich in der Doodle-Liste eingetragen. Ich bin, um es mal in CCP-Neusprech zu formulieren „Super excited“, die Nasen, mit denen ich nun schon über ein Jahr erfolgreich spiele, endlich auch mal in echt kennen zu lernen. Aber auch auf die Leute, die ich bereits aus diversen anderen RL-Veranstaltungen kenne, freue ich mich wie Bolle. Ganz edel fand ich, dass sich in letzter Sekunde noch Nocturion, Akari Lucida und Miia Taranogas (Spitzname: Der Beisel) angemeldet haben. Die sind alle gerade auf dem Dachenfest und sicherlich gut durch, wenn sie bei uns aufkreuzen. Auch dass William Follet und ein paar andere kurzfristig ihre Termine so umlegen konnten, dass sie zum Camp erscheinen können, freut mich sehr.

Die Corp entsendet den ersten Roaming-Trupp, bestenend aus dem Zero T0lerance Piloten Memphis Vaille und der guten Frau Neovenator, senden wir bereits am Donnerstag aus, um eine TCU auf der Wiese zu ankern. Die zukünftige Frau Neovenator wird dann die CEO Astrahus ankern. Der Rest der Corp und auch ich werden erst am Freitag eintrudeln. Ich hoffe, bis ich eintreffe steht die Zapfanlage schon und das Bier ist kalt.

Vor uns liegt ein Wochenende mit sehr viel Grillfleisch, noch mehr Bier und dazu (ich liebe es) die Lagerfeuergeschichten aus New Eden. Eigentlich ist das der geilste Teil des Treffens. Abends zusammen sitzen, etwas futtern, dazu eine kühle Pilsette trinken und den anderen bei den Erzählungen ihrer Wins und Fails in New Eden zuzuhören. Natürlich wird alles doppelt und dreifach aufgebauscht. Das gehört aber dazu. Was wäre eine geile EVE Story ohne einen nachträglichen dramatischen Schliff?

Zwischendurch werden wir uns im direkt nebenan gelegenen Badesee abkühlen können. Das ist übrigens ganz besonders super, wenn man nach einer harten Nacht früh morgens mit einem Blitzkrieg-Kater aufwacht und es vermeiden möchte, ein Kilo Aspirin in einem Eimer Wasser aufzulösen und danach mit einem Auge wie, eiw ein Schluck Wasser auf dem Camp zu sitzen und sich nur noch den Tod zu wünschen, während die anderen gut drauf sind. Außerdem kann ich meinen aufblasbaren X-Wing Fighter ausprobieren. Frau Neovenator hat ihn mir spontan gekauft. Fehlt nur noch jemand, der einen aufblasbaren Todesstern mitbringt.

Solltet Ihr aus der Umgebung von Vöhl kommen, kommt uns doch m,al besuchen. Wir sind auf der „Quellwiese“ bei Camping-Teichmann (LINK) anzutreffen. Wir freuen uns über Besuch und haben bestimmt die ein oder andere Bratwurst samt Bier am Start.

Ich freue mich auf jeden Fall schon wie ein Schweineschnitzel auf das Camp. Endlich ist es soweit.

Warum eigentlich Razor?

Ist oft Ziel von Witzen. Die Razor Alliance.

Warum seid Ihr eigentlich bei Razor? Würde ich jedes mal 100 Mio ISK bekommen, wenn mir jemand diese Frage stellt, wäre ich ein reicher Mann. Ich habe oft darüber nachgedacht, warum wir mit den Schweinen im Weltall bei der Razor Alliance sind. Wenn man sich anschaut, was in den letzten Monaten so los war, hat diese Allianz mehr als nur ordentlich Prügel einstecken müssen. Es wäre nur logisch zu gehen und sich etwas anderes zu suchen. Zur Abwechslung mal eine Allianz, bei der man nicht pausenlos auf die Fresse bekommt. Das wäre schon was feines.

Die Razor Alliance ist eine der ältesten Allianzen in New Eden. In ihrer Vergangenheit war sie gefürchtet und respektiert. Kurzum, sie hatte einen sehr guten Namen, eine gute Zeit und war auch mal eine echte Ansage.Außerdem hatte die Allianz eine der besten Propaganda-Abteilungen in ganz New Eden. Einige dieser unfassbar geilen Propaganda-Werke findet Ihr unter anderem HIER.

Die Allianz hat sogar einen eigenen Song. Es handelt sich um die Russische Hymne aus Red Alert 3. Sie wurde mit neuem Text und Gesang versehen.

Denn Songtext „Hail the Razor Union“ kann man HIER nachlesen.

Dieser Glanz ist nun über die Jahre ganz schon ausgeblichen. Mit anderen Worten ist der Lack ziemlich ab. Der gute Name ist eigentlich ziemlich abgewetzt und die gelinkte Propaganda ist steinalt. Das mag stimmen und ich will das auch gar nicht schön reden. Was man aber hoch anrechnen muss ist, dass diese Allianz andere Allianzen hat kommen und gehen sehen. Sie ist heute noch da. Wenn auch nicht im besten Zustand, aber sie ist im Gegensatz zu den ganzen anderen großmäuligen Eintagsfliegen immer noch im Spiel. Auch wenn sie aktuell kaum eine Rolle auf der Politischen-Landkarte spielt. Was nicht ist, kann aber noch bzw. wieder werden. Wir in der SIW arbeiten jedenfalls gern und hart mit, wenn es darum geht, aus Razor wieder eine Allianz zu machen, die von unseren Gegnern mit Respekt gesehen wird.

Razor Propaganda

Die Razor Alliance ist bei weitem Nicht mehr das, was sie mal war. Manch einer schüttelt sogar ungläubig den Kopf, während er „Was? Die gibt es noch?“ sagt. Der hämische Hashtag #whereisrazor ist seit Jahren im Umlauf und es nervt extrem, wenn man ihn als Razor Pilot lesen muss. Wenn man uns im Local sieht, ist es schon fast ein Reflex, dass irgendein grenzdebiler Schwachstruller sich nicht zurückhalten kann ein #ifoundrazor zu posten. In den sozialen Medien bekommt man als Razor-Pilot auch zu spüren, was die Leute von der Allianz halten und das ist meist nicht viel.

Das beste Propaganda Video aller Zeiten. Der RAZOR Alliance Glorious Informational Film #1

Wir in der SIW bekommen oft Angebote von anderen Allianzen. Es wäre für uns leicht, einfach die Koffer zu packen und einer anderen Allianz beizutreten. Warum wir das nicht tun, hat mehrere Gründe. Zum einen, sind wir verlässliche Partner. Die Koffer packen und rennen, wenn es mal schwierig wird, ist einfach. Jemand der das tut zeigt aber auch, dass man sich auf ihn im Ernstfall nicht verlassen kann. Wer möchte schon mit einem solchen Partner zusammen arbeiten?

Zum anderen sehen wir in der Allianz noch Potenzial. Man kann da noch etwas bewegen und wir sind im festen Glauben, dass es auch wieder gute Zeiten geben wird. Wir wollen etwas aufbauen und uns einbringen. Sich einfach ins gemachte Nest setzen, ist einfach. Aber eine Allianz wieder aufzubauen und ihr zu altem Ruhm zu verhelfen ist etwas, worauf man stolz sein kann.

Aktuell ist die Personaldecke zwar etwas dünn, aber manche Leute reissen sich wirklich sehr übel den Arsch für die Allianz auf. Das beeindruckt nicht nur mich selbst, sondern auch viele meiner Mitschweine sehr. Wir wollen diese Leute einfach nicht hängen lassen.

Außerdem kenne ich ein paar Leute aus der Führungsebene persönlich. Sie sind mir sehr sympathisch und ich kann gut mit ihnen. Hinzu kommt noch, dass Razor uns damals ohne wenn und aber, einfach so aufgenommen hat, als wir die DFP verlassen haben. Es ist also ein Mix aus Respekt, Perspektiven, Potenzial und Dankbarkeit, der uns bei Razor bleiben lässt.

Razor Propaganda

Wenn mich also jemand fragt, warum wir immer noch bei Razor sind, lautet meine Antwort darauf eigentlich nur: Weil wir keine Melanies sind, die sofort die Allianz wechseln, wenn die Zeiten auf Sturm stehen. Weil wir etwas aufbauen wollen und Teil von etwas sein wollen, was wir mit gestaltet haben. Und, weil wir ein Partner sind, auf den man sich verlassen kann.

All das bedeutet nicht, dass wir bis zum Sankt Nimmerleinstag bei Razor bleiben werden, aber wir werden dieser Allianz so lange die Treue halten, bis die Sache für unsere Corp so gefährlich wird, dass wir gezwungen werden, Maßnahmen zu ergreifen. Wenn uns zum Beispiel die Piloten weglaufen würden, weil sie keine Lust mehr auf die Allianz haben, wäre das für mich ein Zeitpunkt, an dem ich meine Direxe zusammenrufen und gemeinsam mit ihnen Alternativen auslooten würde.

Momentan ist dieses Stadium aber noch nicht erreicht. Sicherlich haben wir die ein oder andere kritische Stimme mit dem ein oder anderen berechtigten Argument. Von einer Krise wegen der Wahl unserer Allianz sind die Schweinchen aber weit entfernt. Das mag mitunter darunter liegen, dass unsere Piloten allesamt gechillte Menschen sind.

BTW: Razor is recruiting!
Ich kann Euch gern den entsprechenden Kontakt herstellen, wenn Ihr mit Eurer Corp in Erwägung zieht, teil der gloriosen Razor Alliance zu werden.

Willkommen in der Hölle

Sitzen in der Falle. PL und Freunde.

Als ich vor ein paar Tagen von dem Riesen-Fight in UALX-3 Kenntnis bekam, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, was das für eine Aktion werden würde. Zunächst sah alles nach einem schweren Verlust für Legacy und Freunde aus. Die Keepstar schaffte es nicht, zu ankern und wurde zerstört. ISK-Technisch haben Legacy und Freunde zumindest dieses Gefecht verloren. Dass aber durch den Absturz der Node das Blatt wenden würde, damit hatte ich nicht gerechnet.

Was war passiert? Circa eine Stunde vor der Downtime stürzte die Node ab. Alle beteiligten EVE Spieler in UALX-3 wurden vom System getrennt. Alle Schiffe warpten weg vom Grid. Alle Piloten spammten panisch den Login-Button in Ihrem EVE Client und als die Node nach fast einer Stunde wieder online kam, passierte das unfassbare. Während PL und Freunde sich dazu entschieden nicht wieder einzuloggen, loggte Imperial Legacy wieder ein und nutzte die Zeit um das gesamte Gebiet mit mobilen Warpdisruptoren einzudecken. Die PL Flottenkommendeure hielten es für besser, ausgeloggt zu bleiben. Jetzt zahlen ihre Piloten den Preis für diese Entscheidung.

Durch die ganzen Warpdisruptoren wurden alle noch nicht eingeloggten PL Piloten in ein massives Gefängnis eingeschlossen und saßen fest. Ein Hellcamp wurde gestartet. Die Gerüchte und Schätzungen variieren, aber es wird davon ausgegangen das noch mehrere hundert Capitals (Titanen, Supercaps, etc.) in UALX-3 ausgeloggt sind. Das System wird 23/7 von Imperial Legacy (so der inoffizielle Name) becamped. Es handelt sich um ein so genanntes Hellcamp. Man steht dort rund um die Uhr und fängt die armen Würste ab, die sich in ihrem Capital einloggen. Von denen gibt es sogar mehr, als man denken würde.

Unschlagbar…. Ein Penis aus Mobile Depots

Alles, was versucht in UALX-3 einzuloggen, landet unverzüglich in einem Salat aus mobilen Wardisruptoren und wird in Sekundenschnelle von den vor Ort stehenden CONDI und Legacy Piloten hingerichtet. Die Produzenten von Mobile Warpdisruptoren kommen seit dem Start des Hellcamp vor Lachen Abends nicht mehr in den Schlaf und selbst die Kriegsmarinewerft (KMW) sendet endlich mal brauchbaren Content abseits von #nopoors und #wirtrollengernhashtagspamauffacebook mit dem Hayabusa Stream auf Twitch, live vom Hellcamp. Das einzige, was man sich im Stream noch schön trinken muss, ist die Musik, die da gesendet wird. Einem Metal und Industrial Fan wie mir, können da schon mal die Ohren bluten.

Es gab diverse Versuche der Gegner, ihre Schiffe aus UALX-3 mit einem „Stuck in Space Ticket“ von CCP heraus bewegen zu lassen. Als Begründung nannte man den Absturz der Node. So konnte keiner Safe ausloggen. Aber… Das galt ja für beide Parteien. Die andere war nur besser koordiniert und schaffte den Login schneller und besser. In zwei Fällen ist das verschieben von Capitals sogar durch einen Junior GM durchgeführt worden.Das sorgte für einen Shitstorm, bis sich dann CCP Falcon meldete und in DIESEM Reddit Post klarstellte, dass es sich dabei um ein Versehen gehandelt hatte.

Bei einem der beiden Capital-Moves konnte CCP das aber Rückgängig machen. Auf die Flut an falschen „Stuck in Space Petitionen“ antwortete CCP mit diesem POST und stellte somit sicher, dass keiner der involvierten Piloten aus dem System wegen eines „Stuck Tickets“ verschoben werden würde.

Ich denke, wir haben hier einen Punkt im Krieg erreicht, an dem wir endlich auch mal wieder etwas Oberwasser bekommen. Zusammen mit XIX haben sich die Razor Friedenstruppen in Tenerifis einen Brückenkopf errichtet und bereiten die Befreiung unserer neuen Heimat vor. Die Razor Friedenstruppen sind aufmunitioniert, bereit dutzende Welten von ihren Unterdrückern zu befreien und den Region Frieden zu bringen.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Werden Imperial Legacy und Freunde in der Lage sein, die Bedrohung durch PL und den Wok’s zu vernichten? Werden wir einen langen und heißen Sommer in EVE beschwert bekommen? Wird David Hasselhoff vor den Toren von UALX-3 „I’ve been looking for Freedom“ singen? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass die kommenden Tage und Wochen bestimmt nicht öde werden.

24072018 @15:00 Uhr: Korrektur – PL entschied sich ausgeloggt zu bleiben.

Raus aus dem Urlaub. Rein in den Trubel.

Big Trouble in little UALX-3

Mein Terminkalender für die kommenden Wochen ist voller RL-Stress. Ich komme gerade erst aus meinem zweiwöchigen Urlaub aus den USA zurück. Diese Woche habe ich noch Urlaub, den ich aber daheim verbringe. Bedeutet: Jeden Abend mit Bier und Chips vor dem Rechner abhängen und Spaß haben.

Spaß hatte ich dann auch heute früh, als die Sonne mich in meiner Dachgeschosswohnung um sieben Uhr in der Früh wach geküsst hatte. Verschwitzt und verpeilt starrte ich auf mein Mobiltelefon. Im Schweinchen-Channel war die Rede von einem fetten Fight um die TEST Keepstar in UALX-3. XIX Und Razor hatten schon Flotten am laufen. Ich war zu spät.

Der Grund für das Gemetzel war eine TEST Keepstar Zitadelle, die als Brückenkopf in UALX-3 fungieren sollte.

Ich schaltete prompt die ImeriumNews auf Twitch ein. Dort berichtete man von mehreren tausend Piloten, diversen Titanen und anderem Gerümpel. Auf dem Grid standen TEST und CONDI gegen den Rest von EVE. Die typischen Killmail-Touristen hatten sich auch schon eingefunden und CCP beschwerte uns eine entspannte TiDi von 10%.

Da das ganze nur fünf Jumps von mir entfernt stattfand, stopfte ich meinen caldarischen Poppes in einen Interceptor, der auch nur zur Hälfte gefittet war und machte mich auf den Weg. Beim letzten Jump ins Zielsystem steckte ich dann quasi im „Tunnel of Love“ fest und entschloss mich dazu, duschen zu gehen.

Kaum aus der Dusche, war der Sprung auch schon abgeschlossen. Ich brauchte ewig um auf das Grid zu kommen. Vor mir tummelte sich so ziemlich alles, was irgendwie wach war und fliegen konnte. Auf Imperiumnews plapperte Dabigredboat die ganzeZeit irgendwelchen Blödsinn. Ich entschied mich, den Dummschwätzer zu muten und nur den Stream zu schauen, während ich gleichzeit versuchte, meinen Ceptor in eine gute Position zum streamen zu bewegen.

Das ganze ging Stunden so. Parallel schwatzte ich mit Seldon Vestrit und Jezaja auf Discord. Mein EVE Client rauschte insgesamt zwei mal ganz böse ab. Der Login dauerte nach dem Absturz jeweils knapp 20 Minuten. Ich verfolgte den Fight weiter und streamte das ganze auf meinem Twitch-Kanal mit musikalischer Untermalung per Youtube.

Ca. eine Stunde vor der Downtime stürzte dann die Node hart ab. Nichts ging mehr. Logins waren nicht mehr möglich. War es das schon gewesen? Hatte CCP keine Ressourcen mehr? Ich harrte der Dinge, die da kamen und glücklicherweise ging die Node ca. 40 Minuten vor der Downtime wieder ans Netz. Ich loggte ein und konnte noch gerade sehen, wie alle Piloten, die frisch einloggt waren, wieder an ihre Positionen sprangen. Es sah aus wie ein Riesen Starfield. Sehr beeindruckend, was da an ISK-Werten auf dem Feld stand.

PL und Freunde blieben ausgeloggt. Zumindest einige. TEST und CONDI hatten fast vollständig wieder  eingeloggt und machten sich nun über die Piloten her, die so dumm waren, ohne Anweisung einzuloggen.

Ich habe den ISK-War nicht verfolgt, es machte aber das Gerücht die Runde, dass es 1400 Milliarden zu 1200 Milliarden für PL und Freunde stehen sollte. (Hat da jemand genauere Infos?). Die Keepstar hat den Ankerungsprozess nicht überlebt.

Laut Reddit (Quelle) gab es folgendes Ergebnis:

FINAL TALLY AS OF 09:30 EVE TIME:

EASTERN ALLIES LOSSES:

  • 9 titans

  • 18 dreads

  • 74 Force Auxiliaries

  • 628 subcaps (729 ships total)

  • 1.09T isk lost

IMPERIUM/LEGACY LOSSES:

  • 4 titans

  • 339 dreads

  • 613 subcaps (956 ships total)

  • 1.45T isk lost (figure includes Keepstar loss @ .3T isk)

  • 1.15T isk lost in ships alone

Gegen Mittag war der Spuk vorbei und es befanden sich nur noch 300 Piloten im Local von UALX-3. Vermutlich, um die abzufangen, die nachträglich einloggten. Ich selbst wollte noch mal in einem Ceptor dort hin und schauen, wurde aber dann von einer Smartbomb Machariel, die von einem PL Pillemann pilotiert wurde, aus den Ceptor gepellt und wieder im Klon nach Hause geschickt.

Ich beschloss nach meinem frühzeitigem Ableben erst mal eine kleine Siesta auf der Couch zu machen. Diese wurde dann von der zukünftigen Frau Neovenator gestört, die mich daran erinnerte, dass man zum heiraten auch Trauringe benötigt. Also ab in den RL-Ceptor, ab an den nächsten Trade-Hub und mit der holden Dame zum örtlichen Juwelier. Nachdem ich meine Kreditkarte aufglühen lassen habe (Das Teil ist immer noch ca. 80 Grad heiß) ist sie nun glücklich.

Alles in allem sehen meine kommenden Wochen echt stressig aus. In zwei Wochen ist das erste Schweinecamp. Ein Wochenende mit Gleichgeschwachsinnten EVE Nerds auf einem Campingplatz abhängen und Spaß haben. Die Woche darauf heirate ich und die Woche danach heiratet mein bester Kumpel (Ich bin Trauzeuge). Dann noch ein paar mal schlafen und dann ist schon die G-Fleet in Berlin.

Da ist es echt gut, wenn man eine Corp wie meine hat. Die läuft ganz ohne mich und ist der beste Beweis dafür, dass der CEO einer Corp absolut irrelevant ist, wenn die Corp gut aufeinander abgestimmt ist. Meinen Job könnte auch ein Schimpanse erledigen. Das sollte mir zu denken geben 🙂

Schweinecamp 2018 – Das RL-Treffen

Sitzen bald zum ersten mal gemeinsam am Lagerfeuer. Die Schweinchen.

Ich bin aufgeregt und freue mich wie ein Schnitzel. Die kommenden Wochen werden ultra spannend und ereignisreich werden. Zunächst fliege ich mit der zukünftigen Frau Neovenator für zwei Wochen in die USA. Danach haben wir und er Corp unser erstes Wochenend RL-Treffen am Ederseee bei Kassel. Wir haben das ganze Ding „Schweinecamp“ genannt.

Vom 03 bis zum 05.08.2018 werden wir im schönen Vöhl-Herzhausen bei hektoliterweise Bier und totem Tier auf dem Grill mit Gleichgeschwachsinnten alte Lagerfeuergeschichten aus New Eden austauschen, fachsimpeln und einfach eine geile Zeit miteinander haben. Jeder Schweinepilot ist herzlich dazu eingeladen. Falls eines der Schweinchen davon noch nichts mitbekommen haben sollte: Ihr findet alle Infos im Schweineforum. Der Badesee direkt am Campingplatz sollte besser wirken als so manche Kopfschmerztablette, wenn man einen Kater hat.

Ich werde jede Menge neue und auch bekannte Gesichter sehen. Einige Piloten, die die EMSI verlassen haben, haben sich ja bei uns eingefunden. So wird es auch ein Wiedersehen mit alten Freunden. Ganz besonders gespannt bin ich aber auf die Piloten, die ich noch nie gesehen habe. Man stellt sich ja anhand der Stimme auf Teamspeak immer vor, wie die Leute aussehen. Ich bin echt gespannt, ob ich bei den anderen so daneben liege, wie ich es bei Dragoon Caredaan damals lag.

Nach dem Schweinecamp geht es für mich direkt weiter. Ich werde am Wochenende nach dem Schweinecamp den teuersten aller Sätze (Ja, ich will) sagen und meine langjährige (18 Jahre) Co-Pilotin endlich heiraten. Die Qualitätskontrolle dauerte etwas länger. Kurz darauf folgt schon die G-Fleet in Berlin. Ich werde samt frisch angeheirateter Frau Neovenator dort aufschlagen und freue mich auch schon wie Bolle, wieder ein paar alte Gesichter zu sehen. Die G-Fleet findet vom 05 bis 06. Oktober statt. Wer noch kein Ticket hat, sollte sich beeilen. Tickets bekommt Ihr HIER.

Der sommer wird toll und auf dem Schweinecamp werden wir sicherlich einen dicken Haufen Spaß haben.

Ein mal Carrier süß sauer, bitte.

Abdocken und erster Sprung der Capital-Flotte in 88A-RA.

Insmother ist gefallen. XIX und Freunde machen sich auf den Weg, zu retten was noch zu retten ist. Dazu gehörte auch ein großer Batzen Capitals. Vom Ratting Carrier bis zum Titan war da echt alles dabei. Es sollte nur vier Sprünge weit weg gehen. Der erste Sprung würde uns allerdings in das Hoheitsgebiet von Fraternity (C-LTXS) bringen. Bekanntermaßen Feindesland.  Kurz war ich versucht eine Ente süß/sauer zu bestellen. Oder zumindest Menü 32 (Dogge im eigenen Napf).

Kaum war der Sprung abgeschnlossen, bekamen wir das Kommando das Cyosuralfeld auf 25km zu umkreisen. Ich setzte den Kurs und die „46“, mein Geburtstags-Carrier, den ich letztes Jahr von Tobin Makanen zu meinem *hust* 29sten Geburtsgtag geschenkt bekommen habe, schwenkte in den Orbit um das Cyno ein. Unter uns gesellte sich eine Subcapital-Flotte von TEST zu uns, um uns Geleitschutz zu bieten. Beruhigt, dass wir nicht alleine sind, lehnte ich mich zurück und nuckelte an meinem Bier.

Auf ein mal geht im Local die Post ab. Eine TRI Flotte kommt rein und eh wir uns versehen, stehen wir in einem Meer aus Bubbles. Der russische FC hüllt sich in Schweigen und ich kämpfe mit meinen Kontrollen des Carriers. Mein Bier fällt zu boden. Wie soll ich das nur der Putzfrau erklären?

Ich war mit meinem Carrier noch nie im Leben in einem Gefecht gegen andere Piloten. Das Ding habe gefühlt auch nur zehn mal geflogen und ich habe komplett vergessen, wie man Fighter auf ein Ziel ansetzt. Perfekte Voraussetzungen für einen Kampf.

Endlich kommen die Kommandos. Ich bin so aufgeregt, dass ich keines davon verstehe. Diverse Cynos werden gezündet um uns die Flucht zu ermöglichen. Aber das würde bedeuten, dass wir die halbe Flotte im Stich lassen würden. Auf keinen Fall. Wir bleiben und kämpfen. Kam mir eh gelegen, denn ich hatte so viel Adrenalin in mir, dass ich vor lauter Zittern eh keinen Knopf hätte drücken können.

Der Kampf ging los und zunächst verlief er ziemlich ausgewogen. Mit der Zeit bekam ich auch meinen Carrier in den Griff. Ich hatte es auf eine Sabre abgesehen, die meinen Fightern davon flog. Anscheinend machte der Pilot keine Anstalten raus zu warpen. Ich hatte den Drecksack schon fast aus dem Schild gepellt, aber nun gab er mit dem MWD Gas und versuchte meinen Fightern zu entkommen. Ermüdende Minuten vergingen, bis meinen Fightern wieder das MWD zur Verfügung stand. Dann endlich, konnte ich den Knopf drücken. Die Fighter machten sich auf den Weg und ich bekam den Drecksack.

Eigentlich war der Kampf recht spannend, doch jemand bei TRI fand anscheinend sein Batphone und rief kurzerhand bei NC., PL, Volta und Konsorten an. Die sprangen auch direkt rein.Parallel machte das ganze noch die Runde auf Reddit und EN24, was dafür sorgte, dass dann auch die ganzen Touristen und Killmailhuren sich einfanden. Am Ende waren bis zu 2200 Leute im Local. TiDi war auf 10% und ich war mit meiner Thanatos mitten drin. Alle gegen uns. Wir würden gut aufs Mail bekommen.

Ich hörte noch irgendjemanden sagen, dass 60 Titanen auf dem Grid stehen. Da ich total den Überblick verloren hatte, feuerte ich auf alles, was in meiner Range war. Durch die massive TiDi war es einfach, die Primaries zu finden. Alles in allem machte ich mich richtig gut. Mein persönliches Killboard füllte sich mit grünen Einträgen.

Dann plötzlich der Supergau. Mein Client stürzte mitten im Fight einfach so ab. In Panik versuchte ich wieder einzusteigen. Immer wenn ich wieder eingeloggt war und in die Flotte wollte, stürzte der Client wieder ohne Fehlermeldung einfach so ab. Ich bekam immer mehr Panik. Das ganze wiederholte sich insgesamt fünf mal. Erst als ich alle Grafikdetails in den Potatomode gebracht hatte, lief EVE wieder stabil und ich konnte weiter fighten.

Immer wieder Sonntags? Oneill HGM im Local

Wen man nicht alles Trifft. Oneill, der immer Sonntags eine Community-Flotte veranstaltet, gesellte sich zu uns in den Local. Genau so ein paar bekannte Goons, wie Julian Hertel und seine Leute. War schön euch zu treffen.

Gegen insgesamt 14 Allianzen hatten wir wenig Chancen, lebend aus der Nummer heraus zu kommen. Außerdem waren jede Menge Killmailtouristen vor Ort. Wir küssten unseren Schiffchen noch mal das Armaturenbrett, banden uns die Stirnbänder um, tranken noch einen letzten Sake, um dann Banzaiiiiiii brüllend ins letzte Gefecht zu ziehen. Nach und nach verloren wir wichtige Schiffe. Die Faxe hatten schon lange den Geist aufgegeben. Drei Titanen waren schon down. Ich wunderte mich, dass mein Carrier noch unverwundet war. Glück muss man haben. Ich stand mehrmals außerhalb der Bubbles und hätte das rettende Cyno nach 88A nehmen können. Ich verzichtete darauf. Der Moment war einfach zu wichtig. Dieses Gefecht würde in die EVE Geschichte einziehen. Dessen war ich mir sicher. Ich war ein Teil davon. Warum also jetzt schon die Party verlassen?

Auf zum letzten Tanz. Wir gaben alles. Ich spulte einen Fighter nach dem anderen durch. Durch die ganze. Ich machte mich daran ein paar Screenshots zu schiessen und schaute wegen der TiDi den Twitch-Stream von Merandyr, der live vom Geschehen berichtete. Übrigens endlich mal ein deutscher Streamer, der seinen Job in EVE sehr gut macht. Ich schaue da immer gern zu.

Kaum hatte ich die Bildschirmfotos gemacht, kreischte die zukünftige Frau Neovenator auf und fragte „Was ist denn das da rotes, da unten?“ und deutete auf mein HUD. „Das Ende der 46“ antwortete ich. Dank TiDi konnte ich meinem Carrier in Zeitlupe beim explodieren zuschauen. Das Doomsday-Device eines Gegnerischen Titans hat der „46“ das Leben ausgehaucht.

Die „46“ wäre am kommenden Samstag (da habe ich Geburtstag) ein Jahr alt geworden. Sie starb nach einem langen Kampf, in dem sie sich gut geschlagen hat. Sie war wegen der Move OP voll wie eine Pinata. Neben einer schicken kleinen Rattlesnake befanden sich noch diverse Schiffchen und Kram in ihrem Bauch. Ich wette die Lootfee hatte ihren Spaß.

Nach meinem Ableben dauerte der Fight noch bestimmt zwei Stunden. Ich schaut bei Merandyr weiter zu, während ich mir ein Carrier-Loss Kompensationsbierchen (oder auch vier) gönnte.

Egal wie ich es drehe und wende. Zwar war die Move OP ein totalews Disaster, aber sie hat trotzdem einen riesen Spaß gemacht

Verlässlichkeit

An der Seite der Allierten ins Getümmel. Razor wieder vorn mit dabei.

Die Würfel sind gefallen. Razor ist vollwertiges Mitglied der Geminate Coalition. Für uns bedeutet das im Endeffekt, dass wir lediglich eine Hausnummer nebenan auf der selben Straße wohnen und das wir mit alten Bekannten fliegen. Umgewöhnen muss man sich also nicht sonderlich.

Ich hatte anfänglich so meine Bedenken, ob der Wechsel von der sterbenden DCU zur auch unter Druck stehenden GemiCo schlau ist. Der selbe Feind, der uns aus Oasa vertrieben hat, steht nun auch -mit Freunden- vor den Toren von Insmother. Wir wissen also, gegen wen wir in die Schlacht ziehen werden.

Es geht mal wieder gegen TRI. Dazu gesellen sich noch Lumpy und natürlich auch die gut geskillen Skill Urself und V0lta, von denen wir zuletzt ordentlich die Zähne geputzt bekommen haben.

Manch einer wird sich nun fragen „Warum zum Geier geht Ihr zur GemiCo?“ und ganz ehrlich habe ich mir diese Frage auch schon oft gestellt. Zuerst dachte ich dass unser Ally-Lead eine masochistische Ader hat und vielleicht auf Schmerzen steht. Bis mir dann langsam ein Licht aufging.

Es gibt tatsächlich ein Argument für den Verbleib bei den Aliierten. Dieses Argument heißt Verlässlichkeit. Razor hat noch nie gekniffen. Egal wie schlecht es stand. Unsere Partner konnten sich immer auf uns verlassen. Selbst wenn das bedeutete, dass wir mit fliehenden Fahnen untergehen werden.

Razor sendet damit ein sehr starkes Signal an alle anderen. Wir werden nicht „flippen“. Wir werden unsere Partner nicht im Stich lassen und wir werden bis zum letzten Mann kämpfen. Egal wie scheiße die Lage auch sein mag. Die Leute können über Razor sagen was sie wollen. Sie können Witze über uns machen. Sie können uns als Pets der Russen sehen… Aber sie können uns niemals nachsagen dass wir Backstabber sind.

Ein eveger.de User schrieb mal „Wer an Ehre in EVE glaubt, der glaubt auch daran, dass er auf einer Telefonsex-Hotline die wahre Liebe findet“. Ich zitiere diesen Mann gern. Bei Razor allerdings… liegt er falsch.

Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Angebote von Allianzen bekommen. Ich möchte Euch sehr für diese vielen Angebote danken. Es waren wirklich sehr lukrative dabei und ich war sehr erfreut, dass die Schweine im Weltall GmbH solch ein positives Image hat, dass man uns sofort nach meinem Blogposting in diverse Allianzen einlud.

Aber auch die Schweine haben entschlossen ein klares Signal zu senden. Wir sind genau so verlässlich wie die Allianz, in der wir aktuell sind. Alle Schweinchen tragen stolz das Branzeichen der Razor Alliance. Würden wir unsere Allianz verlassen, nur weil es gerade sehr schwierig ist, würden wir damit auch das klare Signal senden, dass wir als Partner nicht verlässlich sind. So sind wir nicht und so wollen wir auch nicht sein. Stattdessen werden wir aktiv dabei mit helfen Razor wieder zu einer Allianz zu machen, deren Namen man mit Respekt ausspricht.

Tod den Smartbombern

Mit der Noob-Fleet gegen Smartbomb Battleships.

Einige von Euch werden es kennen. Man muss ‚mal eben‘ in den HighSec. Schnell greift man sich den nächsten Travel Interceptor und macht sich auf den Weg vom sicheren 0.0 durch den Rotlichtbezirk (LowSec) von New Eden hin zum Chaos in Dosen. Auch HighSec genannt.

Für 0.0 Piloten ist es immer wieder ein Abenteuer. Man lebt trotz der ständigen Bedrohung durch andere Entitäten recht komfortabel. Man weiß dank des Local Chat immer sofort, wer die Bösen sind und kann so entspannt üper den Tag crabben oder was man sonst so macht.

Im LowSec sieht das ganz anders aus. Der ist für mich weder Fisch, noch Fleisch und ich kann Menschen nicht verstehen, die darin freiwillig leben. Das Einzige, was der LowSec noch toppt ist der HighSec. Der mittlerweile gefährlichste Ort in New Eden überhaupt. Wie ich dort den Großteil meines EVE Lebens verbringen konnte, ist mir heute noch ein Rätsel. Aber zurück zur Story.

Man düst im Sauseschritt von Insmother nach Jita. Die Triebwerke laufen auch Hochtouren und aus der Bord-Anlage schallt der neueste Hit einer Castingshow aus Caldari Prime und dann passiert es. Man landet am letzten Stargate zum HighSec und dann bricht das Chaos aus. Die Bordcomputer signalisieren massiven Schaden. Alles dröhnt und das Neurale Interface in der Kapsel kommt überhaupt nicht mehr mit den Informationen nach. Der Schild bricht zusammen. Quasi im selben Moment zerlegt es in einem Rutsch die Panzerung und die Hülle. Das Notsystem versucht die Kapsel auszustoßen. Kaum hat die das glühende Stücl Altmetall verlassen, das mal mein Schiff war, erwischt die nächste Detonation auch sie.

Schreiend werde ich auf meiner Todesklon-Station in einem frischen Klon wach. Was war passiert? Ich wurde das Opfer eines so genannten „Smartbomb Battleships“. Meist werden solche Schiffe von Piloten mit zu kleinen Genitalien geflogen, die bei der Teamauswahl für eine PVP-Flotte von den FC’s nicht ausgewählt worden sind. Da sie keinen Plan von Solo PVP haben und auch bei den großen nicht mit fliegen dürfen, stellen sie sich mit Battleships an die Sternentore zum HighSec und schalten ihre Smartbombs ein. Da die Gate Guns im Lowsec absolute Larifari Hits austeilen, kann man so am Sternentor stehen und alles, was es wagt mit einer Fregatte durch das Gate zu kommen oder am selben zu landen, weg zu ballern. Und das mit einer Salve.

Was kann man dagegen tun? Nun, man kann die Route meiden und einen Umweg fliegen. Das machen die meisten. Man kann das Thema aber auch mit der Noob-Fleet aufgreifen und schauen, dass man ein paar von diesen Sackgesichtern einfach mal an ihren Stargates abfrühstückt.

Ein Konzept dafür ist uns quasi in den Schoß gefallen, als wir mit der Noob-Fleet auf einem Roam gerade durch solch ein Gatecamp durch mussten und uns in Frulegur eine Rokh und eine Tornado in das Netz gingen. Die größte Aufgabe war, wie man die Brummer vom Gate weg bekommt. Das lässt sich recht einfach durch einen Command-Destroyer mit einem Jump Field Generator in den Griff bekommen.

Und genau das wollen wir am kommenden Freitag ausprobieren. Tod den Smartbomb-Bratzen. In der Operation „Fratzengeballer“ werden wir mit der Noob-Fleet versuchen, so viele von den Pissnelken in einen Kampf zu verwickeln, sie außer Range zu befördern und dann platt zu machen. Ich bin echt gespannt, ob das Konzept aufgeht oder ob wir massiv den Frack voll bekommen werden.

Eins wird es auf jeden Fall bringen: Eine Menge Spaß.

Load more