Nov 01

Ein ganz normaler Feiertag

Armor Timer für eine Sotiyo.

Es war ein ganz normaler Feiertag. Das Bier und die Chips standen bereit. Ich war im „Lazy Mode“ und hatte eigentlich keine große Lust auf irgendwas spezielles. Ich hatte mich auf eine gepflegte Faulenzer-Runde im Asteroidengürtel eingestellt, als der Flotten Ping kam.

Anscheinend kam eine Sotiyo in K-3 aus dem Schield in den Armor Timer und es galt diese zu verteidigen. Ich raffte meinen faulen Körper hoch, setzte das CEO Grinsen auf und machte mich auf den letzten Drücker auf den Weg zum Staging System. Schlauerweise hatte ich beim letzten mal vergessen, meinen Jumpclone zu reaktivieren, so dass ich mit einem Interceptor die paar Jumps manuell fliegen musste.

Hat noch nie einen Schuss abgefeuert. Meine Arti-Abaddon

Im Staging angekommen, waren schon alle bereit um mit ihren Abaddons über einen Avatar Titan ins Zielgebiet zu bridgen. Auf den allerletzten Drücker schaffte ich es, meinen Jumpclone zu reaktivieren, in meine Abaddon zu steigen, dann von der Keepstar Zitadelle hoch zu einer Fortizar zu warpen, um dann wieder nach unten auf den Titan zu springen.

Ich kam gerade im Pulk an, als die Ansage kam, dass Darkness mit einer 180 Mann Tempest Flotte vor Ort wäre und wir so kurzfristig nicht genügend Leute zusammenbringen würden. Reshippen war angesagt. Alle Mann rein in die Interceptoren der Sword Doctrine.

Ich dockte die Abaddon, mit der ich noch keinen einzigen Schuss abgefeuert hatte und stieg in die Claw um. Alle Systeme waren einsatzbereit. Die Triebwerke liefen warm und dann kam auch schon die Order, bis ins Ziel System durch zu burnen. Ich dockte ab, zündete das Warpdrive und machte mich auf den Weg.

Da wir massiv unterlegen waren, blieb uns dieses mal nichts übrig, als dem Gegner die Rückreise nach Hause so gut zu versauen, wie wir nur konnten. Mit Interdictoren verbubbelten wir sämtliche outgates und mit einer kleinen Armee von Interceptoren versuchten wir Ausreißer, die nicht aligned waren ab zu fischen. Die aktion dauerte nicht sonderlich lange. Dieses Gefecht war verloren und und wir entschieden uns schnell, es gut sein zu lassen.

Passend zum Halloween Abend. Der PAP (Fatlink) Aufruf.

Kaum im Staging gedockt, machte ich mich per Pod Express auf den Weg in die Heimat. Der Abend schien mit Ausnahme dieses einen Kriegseinsatzes ruhig zu verlaufen, also machte ich mein erstes Bier auf und stellte mich mit einigen Mitschweinen in einen Eisgürtel.

Unsere Systeme sind zur Zeit recht effektiv von Darkness AFK Campern besetzt, was die Bewegungsfreiheit zwar einschränkt, aber nicht unmöglich macht. Dass ein AFK Camper nicht immer AFKL sein muss, lernte erst neulich eine unserer Mining-Flotten, die neben ein paar Skiffs auch eine Orca an eine Darkness Black-OPs Gang verloren hatte. Der Preis, den man zahlt, wenn man trotz Neutralem Pilot im Local etwas unternimmt.

Mit zunehmender Uhrzeit loggten aber dann auch immer mehr der Scouts aus und dank unseres mittlerweile recht gut funktionierenden Intel Chats, war es auch mittlerweile möglich freie Spots in der Pocket zu finden und dort eine Runde im Eis zu stehen.

Steht mit „Pinky“ im Belt. Der Neo.

Mining ist für mich keine Einnahmequelle, sondern eher Entspannung. Ich mache es meist, wenn ich keine große Lust auf EVE habe, dennoch irgendetwas darin tun will, außer auf Teamspeak mit meinen Mitschweinen zu quatschen.

Es dauerte nicht lange und wir hatten eine kleine Mining-Flotte samt Booster und Hauler am Start. Gemütlich minerten wir noch bis 0 Uhr. Mein Bier war langsam alle und ich wurde auch langsam müde. Die Zeiten, wo ich die ganze Nacht durch zocken konnte, sind leider schon lange vorbei.

Just als ich mich verabschieden wollte, meldete ein Allianzpilot, dass er von Gegnern getackled worden sei, sie ihn aber nicht down bekamen. Er tankte das Pack. Wir legten sofort unser Bergbau Gerümpel auf die Seite und machten uns auf den Weg ins Zielgebiet.

Mein Problem war, dass mein PVP Zeug zwei Jumps weit vom Eisgürtel entfernt lag. Also erst mal zurück, umsteigen und dann wieder drei Jumps zum Allianzkollegen. Ich entschied mich für eine Sabre, denn der Gegner war nur in einer Kitsune und einem Ceptor unterwegs. Den Ceptor würde ich nicht bekommen, aber die Flachzange in der Kitsune würde dieses System nicht mehr lebendig verlassen.

Zusammen mit Dragoon Caredaan war ich der erste vor Ort. Kaum im System zündete ich die erste Bubble und eröffnete das Feuer. Der Interceptor Pilot ließ seinen Kollegen sofort im Stich und zündete sein Warpdrive. Die Kitsune war nun mit uns allein auf dem Grid. Es dauerte nicht lange und die Kitsune verwandelte sich unter dem Beschuß dreier Schiffe in einen glühenden Klumpen Altmetall, während sie ihren Piloten in seinem Pod ausspuckte.

Normalerweise lassen wir die Pods in Ruhe, damit der Pilot länger zum reshippen braucht, aber heute waren wir killgeil. Wir schalteten das Pod auf und senden seinen Piloten ohne Umwege in seinen nächsten Medical Clone.

Für mich ein netter Abschluss des Tages. Ich dockte meine Sabre und machte mich im RL auf den Weg in die Furzmulle. Aktuell ist der Krieg gegen Darkness ein ziemliches hin und her. Ich für meinen Teil habe ja mit Politik wenig an der Uhr. Deswegen weiß ich auch nicht, was gerade wie wo wann weswegen passiert.  Aber ich freue mich über gute Fights und bin gespannt, ob dieser Krieg den Drive hat um den ganzen Winter durch zu laufen.

Schauen wir mal.

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