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Story: Meine Geschichte

Neove…what?

Gestatten, Neovenator ist mein Name. Natürlich ist das nur der Name den ich innerhalb von EVE Online nutze. Im echten Leben heiße ich Gerrit, bin aktuell (a.d. 2016) 45 Jahre alt -was sich leider Jahr für Jahr nach oben ändert- und neben meinem gloriosen Job als Kapselpilopt in EVE verdiene ich meine Brötchen im echten Leben mit Spracherkennungssystemen in der Befund- und Arztbriefschreibung bei einem großen deutschen Healthcare Konzern.

Zu EVE Online kam ich wie die Jungfrau zum Kinde, denn normalerweise bin ich absolut kein Rollenspieler. Bis ich zu EVE Online kam bestand mein „Gamer Alltag“ eher aus Spielen wie Need 4 Speed, Interstate 76, Battlezone, Battlefield und natürlich Counterstrike. Ich bin ein großer Science-Fiction Fan und stehe auf Space-Operas. Als jemand der Baujahr 1971 ist habe ich als Kind Serien wie Kampfstern Galactica, Buck Rogers und natürlich Filme wie Star Wars, Aliens und all die anderen endgeilen Filme regelrecht verschlungen.

Lange habe ich nach einem Spiel gesucht das im Weltraum stattfindet und kein öder Shooter ist. Seit meiner Commodore 64 Zeit wo es die Mutter aller Weltraum-Spiele, nämlich „Elite“ gegeben hatte, hatte ich kein passendes Game mehr gefunden. Spiele wie „Freespace 2“ waren zwar nett, aber denen fehlte die Tiefe.

Durch einen Beitrag über EVE Online auf 3Sat -das muss im Jahre 2004 gewesen sein- wurde ich auf EVE aufmerksam und irgendwann im Jahre 2005 installierte ich es dann zum ersten mal. Über einen Trial Account kam ich damals nicht hinaus, dennoch war ich angefixt was dazu führte dass ich 2006 einen neuen Account anlegte, dieses mal unter meinem heutigen Namen „Neovenator“.

Wie ich auf den Namen gekommen bin? Daran ist der Discovery Channel schuld. Kurz vorher hatte ich eine Dokumentation über Raptoren gesehen. Der „Neovenator“ war einer der Raptoren um die es dort ging. Das Wort ist zusammengesetzt aus „Neo“ (Neu) und „Venator“ (Jäger). Also „Neuer Jäger“. Ich fand den Namen vor 10 Jahren so richtig obercool. Vor zehn Jahren fand ich allerdings auch die Biber Brüder und Spongebob Schwammkopf cool. Außerdem waren meine anderen Wunschnamen wie Blutwurst, Mettwurst und Currywurst schon vergeben. Blieb also nur der Neovenator. Ich habe übrigens keinen Nachnamen weil es 2006 beim anlegen eines Chars kein Nachnamen-Feld gab. Dabei hätte ich doch so gern noch den Nachnamen „Kasulke“ gehabt. Neovenator Kasulke. Das wäre es doch.

Aller Anfang ist schwer.

Wenn man wie ich im Jahre 2006 oder früher mit EVE angefangen hat dann weiß man noch was für eine extreme Arbeit es war dieses Spiel überhaupt zu verstehen. Wenn man ganz viel Glück hatte fand man die Tutorial Missionen, welche allerdings auch mehr als dürftig waren und wenn man noch mehr Glück hatte schaffte man es auch diese zu absolvieren.

EVE war damals -als die Männer noch das Mammut jagten während die Frauen das Feuer hüteten- eine echte Challenge. Dagegen werden die Noobs von EVE heutzutage quasi am Händchen durchs Spiel geführt und Abends mit einem Küsschen ins Bett gebracht. Mit anderen Worten: EVE war für neue Spieler wie Zahnschmerzen.

„So viele Gegner“. Das war mein erster Gedanke als ich in Kisogo zum ersten mal in meiner Ibis abdockte. Vor der Station tummelten sich hunderte Spieler. Für mich sah das aus wie eine Raumschlacht a la Freespace 2. Was liegt da also näher als den nächstbesten aufzuschalten und mal eine Salve zu feuern. Die Warnmeldung klickt man ungelesen weg und dann „Feuer frei“. Wie das ausgegangen ist könnt Ihr Euch ja vorstellen. Frei nach dem Motto „Live. Die. Repeat“ wachte ich wieder in der Station auf, bekam eine neue Ibis und konnte noch mal von vorn beginnen.

Ich bin dann noch mal abgedockt, habe mich in Kisogo hoffnungslos verflogen und war drauf und dran das Spiel zu beenden und wieder zu deinstallieren. In diesem Moment fand ich EVE einfach zu kompliziert.

Doch dann entdeckte ich den „German“ Chatkanal. Der gehörte damals noch zu den Kanälen die man als neuer deutscher Spieler automatisch aktiviert bekam. Dort schrieb ein Typ namens „Londaik“ und warb für ein Event namens „Noobmining“. Londaik schien ein netter Kerl zu sein und als er auf mich aufmerksam wurde nahm er sich viel zeit mit das UI und EVE zu erklären. Er schaffte es dass ich nicht ausloggte und lotste mich nach Arakor wo ich zusammen mit ihm und seiner Corp, der Area-42, minern ging.

Neo der Hardcore Miner.

Die Area-42 war eine nette Truppe und von Londaik hatte ich viel gelernt. Ich entschied ihnen beizutreten und mauserte mich langsam zu einem ganz respektablen Miner. Ich ging den Weg von der Ibis über die Bantam, dann auf die Osprey und von da aus über die Covetor zur Hulk. Damals gab die Osprey tatsächlich so viel Boni auf Mininglaser dass sie besser minern konnte als die kleinste Barge.

Während die verwöhnten Jüngelchen heute aus einer breiten Palette von Mining-Schiffen wählen können hatten Oldschooler wie ich nur die Wahl zwischen ein paar Mining Barges. Das Top-Modell war damals die Hulk. Die kostete ungefittet knappe 500 Mio ISK und ich lüge nicht wenn ich sage: Ich habe sie mir mühsam erminert.

Eine ganze Weile nuckelte ich so fröhlich und zufrieden Tag für Tag an irgendwelchen Asteroiden. Minern war für mich die Erfüllung. Ich konnte das nächtelang machen. Parallel dazu haben wir auf Teamspeak stundenlang geschnackt und einfach eine gute Zeit gehabt. Ob Ihr es glaubt oder nicht, ich dachte damals Minern sei meine Erfüllung in EVE Online.

Zu dieser Zeit hatte ich nie etwas anderes geflogen als eine Mining Barge. Ich hatte von Fittings keinen Plan und wusste nicht mal wozu ein Hardener überhaupt gut sein kann. Shieldbooster waren das einzige was meine Barge zur Verteidigung gefittet hatte.

Missionrunning.

Irgendwann machte vertiefte sich der Kontakt zu zwei weiteren A-42 Piloten (Antaiir und Arame Azur). Die beiden sind Brüder und die schafften es dass ich mich dann irgendwann für das Missionrunning interessierte. Es dauerte nicht lang bis ich feststellte das meine fehlenden Fitting-Skills mir noch zum Verhängnis werden würden. Aus meiner ersten Level 2 Mission flog ich mit einer lichterloh brennenden und in Struktur geschossenen „Caracal des Todes“ mit Mühe und Not heraus. Antaiir musste vorbeikommen und die Mission in seiner Fregatte für mich beenden. Ab dann setzte ich mich auf meinen Caldarischen Arsch und paukte was das Zeug hielt.

Ich wurde besser was das Missionen fliegen anging und es dauerte nicht lang bis ich in der Lage war mit einer Ferox die ersten Level 3 Missionen zu fliegen. Tankmonster wie die Drake gab es zu dieser Zeit noch gar nicht. Nachdem ich die ersten Millionen mit der Ferox in Level 3 Missionen zusammen geflogen hatte dauerte es nicht lange bis ich mit der Raven die Level 4 Missionen fliegen konnte. Im Jahre 2008 erreichte ich dann den (damaligen) Feuchten Traum aller Missionrunner, die „Raven Navy Issue“. Ausgestattet mit Faction Hardenern und Faction Cruise Missile Launchern fräste ich von dort an durch die Missionen. Dabei wurde wie damals Arakor mein Heimtsystem für das Mining war das System Murini zu meiner Heimat wenn es um das fliegen von Missionen ging.

Friss meine Shorts.

Arame, Antaiir und ich waren ein gutes Dreiergespann. Zusammen flogen wir Level 4 Missionen, trauten uns auch in den Lowsec und stellten allerhand Unfug in EVE an. Da wir alle dem Konsum von Hopfenblütentee nicht abgeneigt waren begab es sich dass wir den ein oder anderen Abend voll wie die Treteimer laut randalierend durch New Eden gezogen sind. Nicht nur ein mal wurde ich am Morgen danach wach, loggte mich in EVE ein und fand mich 20 oder 30 Jumps tief mit einer Raven ohne Waffen im Nullsec wieder.

Irgendwann kam es zum Bruch zwischen Antaiir und Uwesmily2, dem CEO der Area-42. Antaiir verließ die A-42 was Arame und mich dazu veranlasste es ihm gleich zu tun. Zu dritt gründeten wir eine neue Corp. Die Suche des Corpnamens allerdings sollte eine schwere Sache werden. Etliche Bierchen später fiel dann die Entscheidung „Eat my Shorts Inc.“ sollte unsere Truppe heißen. Im Gegensatz zu manch anderen Piloten in EVE namen wir uns selbst nicht all zu ernst, das konnte man nun an unserem Corpnamen auch klar und deutlich erkennen.

Die „EMSI“ bezog ihre Büros in Pimebeka und eröffnete Niederlassungen in Murini für Missionen und Judra für das Mining. Über eine Lange Zeit waren wir nur zu dritt unterwegs. Damit die EMSI nicht sofort einen Wardec an die Backe bekommt traten wir der Freelancer Allianz bei. Diese wurde von Dosperado, einem der ältesten Spieler in EVE (2003) dem CEO der mittlerweile geschlossenen Denial of Service Corp angeführt wurde. Die Freelancer waren eine Ansammlung von Highsec-Corps die zuerst kein gemeinsames Ziel verfolgten. Die Allianz diente nur zum Schutz vor leichten Wardecs.

Die Freelancer Allianz

EMSI war schon einige Monde Mitglied in der Allianz als es sich begab dass der Ally CEO bedingt durch sein RL immer weniger EVE spielte. Er trat die Allianzleitung an Arame Azur ab. Somit wurde die EMSI, eine kleine verschlafene Corp mit einem Schlag zum Ally-Leader. Unsere kleine Corp war auch etwas gewachsen. Unter anderem war Dragoon Caredaan mit an Bord. Er sollte später zum Haupt PVP-FC der Corp werden. EMSI und die Freelancer schlugen sich recht tapfer und machten erste Versuche um im Nullsec Fuß zu fassen. Der erste Versuch endete damit dass uns INIT aus Immensea mit der groben kelle entfernten nachdem sie feststellten dass wir unsere Zelte in ihrem Hinterhof aufgeschlagen hatten.

Danach machten wir einen zweiten Anlauf und siedelten wir in Geminate, welches nach einem großen Konflikt wie leer gefegt war. Unsere Nachbarn war die damals noch kleine Allianz „Black Legion“ mit der wir uns epische Schlachten lieferten, welche zum Teil den ganzen Tag dauerten. An dieser Stelle mal ein Gruß an „Elo Knight“.

Irgendwann erschienen aber die Russen auf dem Plan. Von Nordosten her fielen Sie in Geminate ein. Ein System nach dem anderen fiel ihnen zum Opfer. Sie boten uns an gegen einen monatlichen Obolus in Geminate bleiben zu können. Unsere Antwort an deren Diplomaten war „Seriously, you can eat our Shorts“. Das war die EMSI Version von „Das ist Sparta“ an die Invasoren.

Ein Versuch der Freelancer zusammen mit Black Legion und der damaligen Northern Coalition dagegen zu halten schlug fehl. Meister Röhrig äääääh Arame Azur entschied sich zur Evakuierung. Die Freelancer entschieden sich zur Flucht. Hastig wurde alles ausgeflogen was nicht niet und nagelfest war. Somit wurde die Nullsec-Episode der Freelancer beendet. Die Allianz überlebte diese Niederlage nicht und zerfiel. Auch EMSI gab das Leadership wieder an Dosperado zurück und verkroch sich erst mal um seine Wunden zu lecken.

Adios EMSI. Hello EMSI.

Nicht nur die Allianz sondern auch EMSI zerfiel. Antaiir war selten online. Arame Azur, Dragoon Caredaan und Arame Azur verließen die Corp und gingen zum Himmelwur5tkommando. Andere Piloten loggten kaum oder gar nicht mehr ein. Die Corp verfiel in eine Agonie und war kurz davor drauf zu gehen. Ich wechselte ebenfalls die Corp und ging zur Evoke Coep „Sensus Numinis“ in welcher damals auch mein geschätzter Bloggerkollege „Barkkor“ vertreten war. Damals fröhnte ich knapp 4 Wochen dem Nullsec PVP bevor ich entschied dass mich das nicht ausfüllte. Ich wechselte zur Human League, welche sich hauptsächlich in einem C2 Wurmloch mit statischem C4 und HS Zugang herum trieb.

Schnell merkte ich aber dass die Corp und ich nicht zueinander passten. Zwar kannte man sich aus der gemeinsamen Zeit bei den Freelancern, dennoch kam ich mit manchen der Piloten dort absolut nicht klar, was mich dann dazu bewegte wieder meiner Wege zu ziehen. Es zog mich wieder nach Hause zu EMSI.

Irgendwie kamen auch die anderen Wieder zurück zu EMSI. Es war fast so als seien wir eine Band wo jeder mal kurz ein Solo-Album raus haut um dann wieder mit der Band auf Tour zu gehen. Damals formte sich der Spruch „Ein mal EMSI, immer EMSI“ und er sollte über Jahre weg Bestand haben.

Nullsec Russen

Während wir im Highsec herum dümpelten und jeder machte wozu er gerade Lust hat knüpfte Dragoon Caredaan erste Kontakte zur XMX Corp in Litom. XMX war eine kleine russische Corp die zum Interstellar Alcohol Conglomerate gehörte und sich ihre Brötchen damit verdiente in Curse an den Gates zu campen oder roamen zu gehen.

Nach und nach schaffte Dragoon es dass auch andere EMSIs sich nach Litom bewegten um dort ein wenig PVP zu machen. Am Ende war dann alles was EMSI damals aufzufahren hatte (5 Leute) in Litom und hatte jeden Abend Spaß. Irgendwann wurde EMSI dann auch Teil des IAC und hatte somit viele Flotten mit den Russen, deren Kommandos auf Teamspeak man kaum vom Smacktalk unterscheiden konnte.

Wir ergänzten uns dennoch ganz gut und hatten in Litom eine sehr schöne Zeit. Von da an hatte EMSI ein festes Standbein im NPC Nullsec. Das Problem mit den Piloten der IAC war, es waren alles Russen und wer mal mit den Russen geflogen ist der weiß dass die keine Funkdisziplin kennen. Nicht nur ein mal ist es uns passiert dass wir auf einem Roam waren, die Russen fleissig in russisch miteinander klönschnackten und dann mitten im Redeschwall ein Kommando auf englisch kam welches aber nicht als solches zu erkennen war. Das Ergebnis: Die ganze Flotte warpt weg weil ein fetter Gegner im anmarsch ist und nur die EMSIs stehen wie blöde herum und fragen sich ob sie etwas verpasst haben.

Dennoch waren die Tage mit XMX und IAC einfach klasse. An dieser Stelle noch mal einen großen Dank an Dragoon Caredaan welcher das alles initiiert hatte.

Missionrunning 4 Noobs

So dümpelten wir mit unserer kleinen Corp in Litom und Curse zuammen mit unseren Freunden von XMX und IAC herum. Doch wie alles war auch dies vergänglich. IAC schickten sich an weiter zu ziehen, wir aber wollten in Litom bleiben. Also trennte man sich und zusammen mit einigen Resten von XMX machten wir in Litom das beste daraus.

Eines Tages auf dem Weg von der Arbeit nach Hause fiel mir ein wie ich damals zur Area 42 gekommen war. Durch ein Event namens „Noobmining“. Man minerte als blutiger Noob mit Profis zusammen und am Ende des Tages wurde alles zu gleichen Teilen aufgeteilt. Das hatte so manchen Noob wie mich in einer Nacht zum Millionär gemacht.

Mining war jetzt allerdings echt öde, aber die Idee ließ sich auch auf das Missionrunning umlegen. Ich setzte mich auf meine caldarischen vier Buchstaben und heckte ein Event aus. Es sollte 1x in der Woche stattfinden, sich an neue Piloten richten und ihnen Geld bringen. Parallel dazu soll es den Leuten die EMSI zeigen. Die Idee: Vielleicht bleibt der ein oder andere Pilot ja bei uns hängen.

Fertig war das „Missionrunning 4 Noobs“ oder auch das „M4N“. Profis fliegen mit Noobs zusammen Level 4 Missionen und teilen das Loot gerecht durch alle zu gleichen Teilen auf. Ich bewarb das Event auf eveger.de und auf meinem Blog. Nach einem eher durchwachsenen Start (Es waren mehr Profis als Noobs da) wurde das Event immer größer und immer besser besucht. Wir haben es sogar zwei mal auf den deutschen EVE Launcher geschafft und zum Teil Flotten mit 50 oder mehr Piloten gehabt. Wir hatten edle Spender die in einem Event mal fast 7 MRD ISK für die Noobs gespendet haben.

Alles in allem war das M4N echt super erfolgreich und EMSI konnte sich vor Bewerbungen kaum retten. Das Ende vom Lied war dann eine 150 Mann starke EMSI. Wir waren wieder erstarkt und mittlerweile so groß dass wir uns auch anschickten wieder eine Allianz zu gründen. Nach einer previligierten Partnerschaft mit der Human League die wir schon aus Freelancer Zeiten her kannten haben wir uns entschlossen zusammen eine Allianz zu gründen. Der Name war schnell gefunden. Sie sollte „Suicide Commando“ heißen.

Suicide Commando & Unique.

Bedingt durch mein M4N bot ich dann auch irgendwann Flottenkurse an. Ich brachte den Noobs unter anderem FLEET COMMANDS bei und hielt Übungsflotten ab. Irgendwann gingen wir dann dazu über die Übungsflotten aus dem Highsec in den Nullsec nach Litom zu bringen. Dragoon Caredaan übernahm dann den FC und so konnten die Noobs dann unter Echtbedingungen erste PVP Erfahrungen sammeln.

Es war ein Traum bis es zum Albtraum wurde. Dragoon Caredaan, ein wirklich begabter Nullsec-FC hatte ein Problem mit Softskills. Sein Führungsstil war nicht überall beliebt und als er dann auch noch anfing das Allianzeigene Forum so zu manipulieren dass kritische Posts oder Kommentare gelöscht wurden war für mich der Zeitpunkt gekommen auf die Barrikaden zu gehen. Ich zettelte eine Revolte an die dann durch Arame Azur beendet wurde. Die Suicide Commando Allianz musste aufgegeben werden damit eine neue gebründet werden konnte. Eine zeit lang flogen wir namenlos durch den Space bevor wir eine neue Allianz namens „Unique.“ gründeten.

Die Unique verlagerte einen Großteil ihrer Aktivitäten in das C2 Wurmloch in welchem die HLP eh schon lebte. Dort hatten wir an der Seite der HLP den Pandora Konflikt überstanden und waren uns gegenseitig ans Herz gewachsen. Alles war gut aber die EMSI wäre nicht die EMSI gewesen wenn nicht nach einiger Zeit wieder ein Drama-Llama nach dem anderen durch das Dorf getrieben würde. Es kam so dass die Wurmloch-Leute gegen die Highsec-Leute und anders herum wetterten. Es wurde mit Fingern aufeinander gezeigt und kein Tag verging an dem man nicht plärrende Kinder auseinander halten musste die aufeinander losgehen wollten.

Kaum loggten sich Offizielle der Allianz ein wurden sie mit Convos überhäuft. Für Arame, mich und andere Direxe wurde das Spiel zu harter Arbeit, was bei uns auch nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgte. Das ewige Diskutieren mit allen möglichen Piloten, die nicht enden wollenden Teamspeak Besprechungen und immer mehr Bürokratie sorgten gerade innerhalb der EMSI immer mehr für Frustration.

Am Ende kam es dass man sich in Freunschaft voneinander trennte. Die EMSI zug aus Pandora aus und alle verließen die Allianz. Aber nur weil man nicht mehr in der gleichen Allianz war bedeutete das nicht dass man sich nicht mehr mag. Die EMSI und die HLP verbinden heute noch starke Bande. Ich erinnere mich noch all zu gern an den Tag meines Auszuges. Ich traf den Piloten der die Eier aus Stahl hatte an dem Tag ein zweites mal und dieses mal machten wir ihn gemeinsam frisch.

…wird fortgesetzt